Eine kurze Beratungssession zum Online-Office von Alex und mir, mit wertvollen Tipps hinsichtlich Bildausschnitt, Bildhintergrund, Kleidung, Licht und Technik, die Du leicht umsetzen kannst und die extrem wirkungsvoll sind 😉 . Das Handwerkszeug dazu ist kein Hexenwerk. Wie jede neue Fertigkeit braucht es einen gewissen Anfangs-Aufwand. Aber es lohnt sich, die Sprache „Video“ zu lernen: Du gehst damit auf eine faszinierende Reise in ein Land riesiger Möglichkeiten!- Offline geht Online.

Videokonferenz…

Das Grauen hat einen Namen … und mit uns ein kreatives Ende.


Jeden Tag dasselbe Bild: Jeder gibt von Zuhause aus Videokonferenzen und Interviews. Du sitzt am heimischen Schreibtisch, oder auch an einem anderen Platz und erlaubst z.B. einen Blick ins Wohnzimmer. Die Frage ist nur: nach welchen Kriterien wird der Aufnahmeort von Dir ausgewählt? Machst Du dir im Vorfeld überhaupt Gedanken darüber?
Es gibt tolle Hintergründe die du dir ganz frei auswählen kannst. z.B.

Natürlich seid ihr alle keine Kameraleute oder Bildgestalter (der AlexSchroer.de aber schon), doch es wäre schön, wenn Ihr in der Videokonferenz ein paar einfache Grundsätze beachten würdet:

-Deine Ausstrahlung

-Die Kameraeinstellung

-Der Ton

-Das Licht

-Der Blickkontakt

-Die Energie

So gehst du kreativ Online:

>Die richtige Ausstrahlung und Einstellung macht’s 

Farben und Muster bei der Kleidung: Vermeidet kleine Muster (Streifen und Punkte). Die meisten Kameras finden kleine Muster gar nicht toll. Achtet mal bei der Tagesschau drauf, wenn der Sprecher eine gestreifte Krawatte trägt. Das flimmert total. Größere Muster sind aber in Ordnung, 

Homeoffice- Frisuren mit denen Du seriös rüber kommst. Ein tief gebundener Zopf oder ein lockerer Knoten im Nacken sind fix gemacht, sehen dennoch immer chic und gepflegt aus. Mittellange oder schulterlange Haare kannst Du ganz einfach mit ein paar Wellen mit dem Lockenstab pimpen. Gewollte Kopfbedeckungen gehen auch, vorallem für Männer, aber bitte modern und authentisch. Oder einfach die Haare stylen.

-> zum Haarstylingguide

Das Gesicht darf frisch erstrahlen, betont die Augenbrauen (für mehr Ausdruck), belebt die Lippen mit ein wenig Farbe und pudert euch mit transparentem Matt-Puder ab, keiner will glänzen wie eine Speckschwarte. Die Herren können gerne die Haare stylen, auch wenn der Friseur schon seit mehreren Wochen schließen muss, gibt’s immer eine Lösung. Stutzt den Bart und schneidet euch die Ohren frei, die passenden Videos, zum selbermachen sende ich euch gerne zu 😉

>Kommen wir zur Kameraeinstellung

Wähle eine klassische, halbnahe Kameraeinstellung. Geh nicht zu nah an die Kamera ran und achte bitte darauf, dass über Deinem Kopf genug, aber nicht zu viel Platz ist. Zwei Finger breit sollten reichen. Hilfreich ist es, wenn Du statt der im Laptop integrierten Webcam eine externe Kamera nutzt. Die externen Kameras bieten unter anderem den Vorteil, dass man sehr leicht verschiedene Bildausschnittsgrößen festlegen kann.  Die Kamera sollte sich auf Augenhöhe befinden. Eine untersichtige Kameraperspektive ist nicht zu empfehlen. Besonders ungünstig ist es, wenn man dann von oben herab in die Kamera guckt – das kommt nämlich beim Zuschauer genau so an, und kann ungewollt überheblich wirken.

>Der Ton macht die Musik

Damit der Ton in Videokonferenzen einen guten Klang hat und sauber ist, empfehle ich Dir ein externes USB-Richtmikrofon, sowie kabellose In-Ear-Kopfhörer, oder ein Headset, das den Ton via Bluetooth überträgt.  Unser Ohr ist von professionellen Aufnahmen einen sauberen Ton ohne Raum gewohnt. Je mehr Raum im Ton, desto amateurhafter wirkt eine Aufnahme. Damit büßt dann natürlich auch alles, was Du sagst, an Überzeugungskraft ein. Mit „Raum“ bezeichnet man den Hall, den man hört, wenn mit relativ weit entfernten Mikros aufgenommen wird.

Tipp: Bei Overear-Kopfhörern oder dem Headset achtet bitte darauf, dass ihr einen Farbkontrast setzt, denn bei dunklen Haaren können dunkle Kopfhörer, deinen Kopf optisch vergrößern. Wähle dann lieber weiße, rote, blaue oder sonstige.

>Auf das richtige Licht kommt es an

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Licht, denn Dein Gesicht sollte gleichmäßig ausgeleuchtet und gut erkennbar sein. Ist Dein Gesicht verschattet, oder liegt es im Dunkeln – womöglich noch mit einer ablenkenden Gegenlichtquelle dahinter, so bietest Du ein Bild des Jammers : Je nach Raumgröße kannst Du mit einem Halogenfluter Licht über die Decke reflektieren, dann fällt ein weiches, diffuses Licht von oben herunter, das sehr natürlich wirkt. Oder Du richtest zwei Lampen so ein, die Dein Gesicht von schräg links bzw. schräg rechts vorne anleuchten. Wichtig ist auch hier wieder, dass das Licht von oben herunterfällt, sonst entstehen Monsterschatten auf dem Hintergrund. Außerdem darf das Licht Dich nicht blenden. Je nachdem, wie hell oder schwach die Lampen sind, musst Du weiter weg oder näher ran gehen.

Der Blickkontakt mit der Kamera schafft eine persönliche Beziehung zum Gegenüber – jeder möchte gewertschätzt und wahrgenommen werden oder?

Mir persönlich ist es total wichtig, mein Gegenüber zu sehen, die Körpersprache spielt eine große Rolle. Versuche den Blick einigermaßen ruhig zu halten – das wirkt souveräner! Wer seine Augen ständig hin- und her schweifen lässt, zur Seite, nach oben und nach unten… vermittelt den Eindruck von Unsicherheit, oder auch Desinteresse. Nachdenken ist erlaubt: Das Schließen der Augen oder Abschweifen des Blicks, um einen Gedanken zu fassen, ist kein Problem. 

Ganz wichtig ist der Blickkontakt nochmal am Ende des Gesprächs, denn hier willst oder musst Du Verbindlichkeit schaffen, deshalb solltest Du Kunden bei der Verabschiedung unbedingt in die Augen sehen. Das bedeutet für Dich, dass Du in die Kamera schaust. Daran geht kein Weg vorbei!

Und lass dich nicht davon irritieren, dass der Kunde Dich während einer Videoberatung vermutlich nicht ansieht: denn er will Dich betrachten, und guckt deshalb nicht in die Kamera, sondern auf den Bildschirm.

Die Hände sind in Bewegung, aber bitte passend zum Inhalt: Der Inhalt wird so betont und macht das Video lebendig. Kommst du dem gesprochenen Wort zuvor, wirkt das entweder einstudiert oder hilflos. Synchronizität mit dem tatsächlich Gesagten ist entscheidend. Bitte keine antrainierte Standardbewegungen. Wenn man eine Geschichte mit Empathie erzählt, kommt die Bewegung von allein. 😉

Bewegungsticks kann man nutzen: Viele Menschen haben Ticks, ich auch. Sich selbst Ticks zu verbieten, resultiert meistens in „verschlimmbessern“, aber Du kannst die Bewegung zum Beispiel in Richtung des Publikums machen, um Verbindung herzustellen.

Tipp: Um während der Arbeit in Bewegung zu bleiben, bietet sich ein Office Laufband an, mit dem du ganz nebenbei auf deine 10.000 Schritte kommst.

Energie. Dein Feuer. Deine Power.

Beim Sprechen vor der Kamera brauchst Du mehr Energie als in einer realen Begegnung – man sagt, etwa doppelt so viel, als wenn Du jemandem an einem Tisch gegenüber sitzt.  Die meisten beginnen zu gebremst und vorsichtig aus Angst vor „Overacting“. Das hat aber zur Folge, dass Du den Kunden energetisch nicht erreichst. Auch wenn es Dir am Anfang unnatürlich vorkommt: Gib immer einen Tick mehr, wenn Du vor der Kamera sprichst! Aktiviere Deinen Enthusiasmus für Deine Sache. Wie soll der Kunde oder Zuschauer sich begeistern, wenn du nicht Begeisterung ausstrahlst? Mach dir die Spiegelneuronen zunutze – was du willst, das beim Gegenüber passiert, musst du selbst einbringen und vergiss nicht, ab und zu auch mal zu lächeln 🙂 Mit einem Lächeln öffnest du das Herz Deiner Kunden. 

Kleine Hänger sind menschlich: Nutzt Fehler zu aktiver Korrektur und lasst diese nicht einfach unter den Tisch fallen. Warum nicht das Publikum nach einem englischen Wort fragen, wenn es einem selbst nicht einfällt? Und auch ganz menschliche Reaktionen wie „ein schweres Wort“, „Entschuldigung, aber es ist noch sehr früh“ schaffen Nähe.

>Wir erledigen alles für dich

Wenn Du so wenig wie möglich Zeit investieren willst, dann kommen wir bei Dir vorbei und richten Dir ein Mini-Studio ein, dass genau auf Deine Bedürfnisse abgestimmt ist. Du bekommst eine Schulung, wie es bedient wird und wenn Du magst, übernimmt Alex außerdem die Nachbearbeitung aller Deiner Aufnahmen. Er ist außerdem bei Fragen und Problemen für Dich da, hilft bei der Konzeption und gibt Dir Feedback für alle Deine Videos. Von mir bekommst du dazu die passende Beauty-Beratung und passende Farbcodes für eine tolle Optik  – kurz um, wir machen alles, außer für Dich vor die Kamera zu gehen. 😉

 Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt

Deine Videos werden immer besser werden, das ist ein Prozess, der nicht aufhört. Mach die Kamera an, probiere herum, sammle Erfahrung – betrachte es als Spiel. Gib Dir die Erlaubnis, einfach anzufangen! 

Learning by doing 😀

mobiler friseur

Noch mehr effektive Infos, zum erfolgreichen arbeiten, findest du im folgenden Buch: